Bilder für Websites optimieren und CO2 sparen

Nachhaltige Websites, Praxis-Tipps

Anzeige CO2 reduzieren
Bild: frank_peters/Shutterstock.com

Daten über das Internet zu übermitteln kostet Energie. Einer Kalkulation des Lawrence Berkeley National Laboratory geht davon aus, dass der Transfer von 1 Gigabyte Datenvolumen 13 kWh an Strom verbraucht. Das heißt, dass 1 Megabyte 0,013 kWh also 13 Wh verbraucht. Das ist der Strom, der verbraucht wird, wenn ein Gerät mit 13 W eine Stunde am Strom hängt. Nicht unbedingt wenig, wenn man bedenkt, dass es hier nur um ein einzelnes Megabyte Datentransfer geht. Bei vielen Websites, die ich heutzutage sehe, hat oft die Startseite schon eine Größe von einem Megabyte. Eine Website wird in der Regel von mehreren Hundert bis Tausend Menschen im Monat besucht. Da kommt einiges zusammen.

Die Produktion des Stroms ist aufwändig und es fallen große Mengen CO2 dabei an. Durch aufgeblasene Websites unnötiges Datenvolumen zu verschwenden, wäre fatal, denn unsere Atmosphäre wird weiter belastet und der Treibhauseffekt wird unnötig befeuert. Ein weiterer Vorteil der Datenreduktion Ihrer Website ist die schnellere Lade-Geschwindigkeit, die dadurch erzielt wird. Das freut den Nutzer, der in der Regel ungeduldig ist und nach spätestens 2 Sekunden auf andere Websites ausweicht.

Um Datenvolumen bei einer Website einzusparen, ist es sinnvoll, als erstes bei den Bildern anzusetzen. Gute Bilder sind für eine attraktive Website essenziell, denn sie haben eine starke emotionale Wirkung auf den Betrachter, doch sie bestehen aus großen Dateien, die erst über das Internet übertragen werden müssen, um beim Nutzer im Browser angezeigt werden zu können.

Meistens wird viel über den Inhalt eines Bildes nachgedacht, aber ein zu geringes Augenmerk auf die Dateigröße gelegt. Doch hier besteht ein riesiges Optimierungspotenzial!

Dateityp

Speichern Sie Bilder, die für das Web gedacht sind, nur in den Formaten JPG oder PNG. In der Regel ist JPG am besten für Fotos geeignet und PNG für Grafiken, Illustrationen oder Logos. Doch JPG ist sehr vielseitig und hat oft die kleinere Dateigröße. Machen Sie einfach den Vergleich, welches Format die kleinere Dateigröße bei akzeptabler Qualität hat.

Komprimierung

Beim Speichern oder Exportieren eines Bildes können Sie in der Regel die Qualität des Exports beeinflussen. Dabei gilt: je geringer die Qualität, desto geringer die Dateigröße. Hier gilt es den besten Kompromiss aus Dateigröße und Qualität zu finden. Bei Bildern für das Web würde ich empfehlen, der geringeren Dateigröße den Vorzug zu geben, soweit das Bild noch anständig aussieht. Bei JPG gibt es zum Beispiel einen Regler von 0 % bis 100 %. Speichern Sie ein JPG niemals in 100 %, denn das verbraucht den größten Speicherplatz und hat im Vergleich zu 95 % keinen sichtbaren Qualitätsvorsprung. Experimentieren Sie in Bereichen zwischen 85 % und 95 %.

Bildgröße

Verkleinern Sie Bilder auf genau die Bildgröße, die sie auf der Website benötigen! Ich sehe es leider häufig, dass riesige Bilder genutzt werden, die dann auf der Website z. B. als kleines Thumbnail angezeigt werden. Das macht keinen Sinn, da die große Bilddatei erst zum Nutzer übertragen werden muss, um danach direkt vom Browser für die Anzeige wieder klein gerechnet zu werden. Ergebnis ist verschwendetes Datenvolumen und eine lange Ladezeit der Bilder. Ganz zu schweigen davon, wie ein Smartphone-User es findet, wenn sein Inklusivvolumen für den Monat nach dem Laden Ihrer Website fast aufgebraucht ist, autsch.

Wunderwaffe, um das letzte herauszuholen

Haben Sie die oben genannten Punkte berücksichtigt, dann sind Sie mit Ihrer Website schon besser aufgestellt, als viele andere. Aber es gibt noch eine weitere tolle Möglichkeit auch das letzte aus Ihren Bildern herauszuholen. Eine noch geringere Dateigröße zu erreichen bei gleichbleibender Qualität. Aber darauf gehe ich beim nächsten Blog-Beitrag ein: Wunderwaffe: Dateigröße von Bildern bis zu 70 % reduzieren

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