Wie schützt du deine WordPress-Website einfach vor Bruteforce-Attacken?
WordPress-Websites werden permanent und automatisiert angegriffen
Was viele nicht wissen: WordPress-Websites werden permanent und automatisiert "angegriffen" - auch deine Website. Das liegt daran, dass WordPress das am weitest verbreitete Content-Management-System auf dem Markt ist und somit ist die Ausbeute an potenziell schlecht gesicherten Systemen hier am größten. Auch wird WordPress gerne von vielen Laien eingesetzt, da die Installation einfach ist und es einen riesigen Fundus an fertigen Plugins dafür gibt, mit denen man die verschiedensten Funktionen nachrüsten kann und diese somit nicht programmieren muss.
"Angegriffen" in Anführungszeichen, da es sich im ersten Schritt nicht direkt um Angriffe gegenüber einer einzelnen Website handelt, sondern es sind Scans nach bekannten Sicherheistlücken. Sicherheitslücken werden bei Software, also auch bei WordPress, ständig entdeckt und durch Updates geschlossen. Aktualisiert man zu selten und entdeckt ein solcher Scan eine Sicherheitslücke auf deiner Website, so kommt sie auf eine Liste. Diese Listen werden dann genutzt, um tatsächlich Hackingversuche bei den eingetragenen Websites umzusetzen.
Ein klassischer Task dieser Scans ist auch, das Passwort eines WordPress-Benutzer-Accounts herauszufinden - am besten eines Administrator-Accounts, denn dieser kann auf deiner Website alles machen. WordPress ist hier in der Basiskonfiguration leider nicht besonders gut ausgestattet, denn es gibt keine Begrenzung beim Ausprobieren von Passwörtern. Das heißt, der Scan kann einfach mal 100e Passwörter hintereinander ausprobieren und schauen, ob zufällig eins passt (das nennt sich "brute force"). Hast du dabei für deinen Account ein unsicheres, zu einfaches Passwort gewählt (z.B. den Firmennamen, den eigenen Namen, "12345", "qwertz" u.Ä.), so wäre es durchaus leicht möglich, dass es auf diese Art und Weise herausgefunden wird.
Sicherheits-Quickwin: Bruteforce-Schutz-Plugin installieren
Die Sicherheit deiner Websites ist also stark davon abhängig, wie gut dein Passwort ist und außerdem, dass Scans nicht beliebig oft Passwörter ausprobieren können, bis eines passt – also ein Bruteforce-Schutz gegeben ist.
Ich empfehle daher jedem/jeder WordPress-Betreiber:in als Minimalschutz ein Plugin zu installieren, dass die Website vor Bruteforce-Angriffen schützt. Gute Erfahrungen haben wir mit dem wirklich simplen Plugin Limit Login Attempts Reloaded gemacht.
Wer tiefer einsteigen will und noch weitere Bereiche absichern will, installiert und konfiguriert sich gleich eine ganze WordPress-Firewall. Wir setzen hier gerne auf die hervorragende NinjaFirewall.
P.S. Wer schon auf den webaffin-Wartungsservice setzt, der muss sich keine Gedanken machen, denn hier ist der Bruteforce-Schutz schon enthalten.
Links:
Plugin Limit Login Attempts Reloaded
Plugin NinjaFirewall
Hast du Fragen zu dem Thema, so sprich mich gerne an: robert@webaffin.de.
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