SEO-Tipp: Wie änderst du URLs von Webseiten richtig – ohne Verlust von Sichtbarkeit?

SEO

Es ist immens wichtig, die URLs deiner Website nicht einfach so zu verändern – du brauchst Weiterleitungen!

URL-Weiterleitungen – ein wichtiges Alltags-Thema für Website-Betreiber. Manchen Menschen ist nicht einmal bewusst, dass sie einen großen Fehler begehen, wenn sie einfach die URL (= Permalink) einer Unterseite abändern – insbesondere, wenn es sich dabei noch um eine wichtige Landingpage handelt. Aber warum ist das so? Und was sind Weiterleitungen bzw. Redirections eigentlich?

Ich fange ganz von vorne an: Weiterleitungen sind ein SEO- und Usability-Thema. Sie sind wichtig, wenn man die URL einer Unterseite ändert, die schon länger veröffentlicht war (also mehr, als ein paar Stunden). Denn ist eine Seite erst einmal veröffentlicht, so wird sie Teil vom Index diverser Suchmaschinen, wird von Besuchern gebookmarkt und wird auch, wenn man Glück hat, auf anderen Websites verlinkt.

Ändert man nun die URL, so funktionieren all diese Referenzen auf die eigene Website nicht mehr. Und wenn Bookmarks oder Links auf anderen Websites ins Leere verweisen, ist das nicht benutzerfreundlich. Schlimmer noch, die Google-Suche gibt weiterhin die alte URL aus und ein Klick darauf resultiert im allseits bekannten "Fehler 404 - Seite nicht gefunden". Das ist richtig schlecht. Denn dieser potenzielle Besucher wäre vielleicht ein interessanter Lead gewesen.

Weiterhin stellt Google nach einiger Zeit fest, dass der entsprechenden Link im eigenen Index nicht mehr aktuell ist, also einen 404-Fehler erzeugt. Resultat: Google löscht diesen Link aus dem Index – du hast Sichtbarkeit bei Google verloren! Es gibt die Seite zwar eigentlich noch – denn du hast ja nur den Link geändert und nicht die Seite gelöscht – aber das weiß Google ja nicht. Google würde irgendwann, vielleicht erst nach Wochen, zufällig beim crawlen deiner Website die neue alte Seite wiederfinden – und erst dann wäre deine ursprüngliche Sichtbarkeit bei Google wieder hergestellt. Besonders ärgerlich, wenn das eine wichtige Landingpage war, die viel Traffic auf deiner Website erzeugt hat.

Und genau um diesen zeitweisen Sichtbarkeitsverlust zu verhindern, legt man URL-Weiterleitungen an. Eine Weiterleitung definiert, dass Seiten-Aufrufe von Seite X immer auf Seite Y weitergeleitet werden. Seite X muss es dabei nicht "physisch" geben. Das kann von Hand über die .htaccess-Datei im Basisverzeichnis der eigenen Website geschehen – aber viel komfortabler und einfacher geht es mit einem passenden Plugin.

Für Wordpress gibt es das sehr gute Plugin "Redirection", mit dem du direkt im Backend die Weiterleitungen einrichten kannst. Bei Contao gibt es das kostenpflichtige Plugin "Automatische Weiterleitungen" (redirection) des Herstellers Fast & Media, das für einmalig € 99 (netto) zu haben und ebenfalls empfehlenswert ist.

Möchtest du noch tiefer in das Thema einsteigen, kann ich dir den Blog-Artikel auf unserer Website empfehlen: "Permalink richtig ändern (ohne Rankingverlust)"

Hast du Fragen zu dem Thema, so sprich mich gerne an: .

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